Garmisch-Partenkirchen

Garmisch- Partenkirchen liegt inmitten einer der atemberaubendsten Bergkulissen der Alpen am Fuße der Zugspitze. Für unsere Besucher der perfekte Rahmen für Ihren Ausflug oder Urlaub – für uns schlicht die Heimat!
Garmisch- Partenkirchen ist Inbegriff für gewaltige, ursprüngliche Natur, die typische bayerische Lebensart, besondere Kulturerlebnisse und vielfältigste Sportmöglichkeiten das ganze Jahr. Einfach immer einen Ausflug wert!

Darum laden wir Sie auf einen kleinen Einkaufsbummel durch Garmisch-Partenkirchen ein.

Herr Bohne

Wir zwei sind ein Geschoss. Klares Statement, guter Einstieg. Für einen winterlichen Einkaufsbummel, der Dagi und Kilian in besondere Ecken Garmisch-Partenkirchens führt. Beide sind in der Grasegger Herrenabteilung tätig und wechseln heute mal in die Kundenperspektive. Aus gutem Grund. Denn Kilian hat dank neuer Wohnung und großem Familienanhang akuten Geschenk- und Einrichtungsbedarf, kennt den Ort privat aber kaum. Die verwurzelte Grainauerin Dagi wiederum, kennt jeden Winkel und nimmt Kilian gerne mit. Auf diese kleine Entdeckungstour, deren Startpunkt auch für Kilian keine Unbekannte ist: das Centro. Geschätzte Kaffeebar mit blauem Bankerl und tageseinleitendem Cappuccino … wohin geht die Reise?

Centro Kaffeebar | Bankgasse 5 | @herr_bohne

Graveur Kaufmann

Zum Graveur Kaufmann, der macht so viel Verschiedenes, sagt Dagi. „Früher hatten die alten Wirtschaften doch so Namensschilder an den Bänken, wenn a Prominenter da war. Irgendwann haben wir das auch in unserer alten Küch gehabt, da hat der Schwager immer am gleichen Platz gehockt, so hats angefangen. Jedes Familienmitglied bekam dann so ein Schild und das wurde beim Kaufmann graviert. Außerdem hab ich das Gmundner Geschirr und wenn ein Teller kaputt geht, kann ich den dort einfach nachbestellen …“ In heimelige Küchengeschichten gehüllt, betreten wir also den Laden.

Die Familie Kaufmann ist vor Ort und die Wand mit den gravierten Gürtelschnallen erster Anziehungspunkt. Sie entstehen in der Werkstatt hinterm aus, sind echte Unikate und vom Schriftzug bis zum Skifahrer individualisierbar. Dagi denkt an ihren Sohn und Kilian hat eine Holzschale in der Hand. Mit integriertem Nussknacker und formschönen Eigenschaften. Und während ein nostalgischer Schneekugelmoment dazwischenglitzert, entdeckt Kilian noch was mit strahlendem Effekt: Whiskysteine. Die müssen mit und ein passendes Glas ist auch gleich zur Hand – nur der eingravierte Name passt nicht. Doch persönliche Gläserwünsche erfüllt Andreas Kaufmann per Handschliff und innerhalb von zwei Tagen. Passt! Mit Holz, Glas und Kugel geht es aus dem Laden und schnell wird klar – mehr Stauraum ist gefragt. Next Stop: ein Taschenwechsel beim Grasegger.

Graveur Kaufmann | Am Kurpark 27 | @graveur_kaufmann

Karl Meise

Doch beim Rausgehen, Planänderung. Denn Dagi kommt karlmeise in den Sinn – ein neuer Laden mit Hühnern im Vorgarten und legendärer Vorgängerin. „BH wird heut nix“, sagt Dagi grinsend und bezieht sich auf Miederwarenverkäuferin Therese Schmid, die hier über 60 Jahre lang das passende Stück aus handbeschrifteten Schachteln zog. Das ist jetzt nicht mehr so und ein guter Grund, hineinzuschauen. Ein Blick ins Schaufenster verrät, dass der Charme geblieben ist, sich aber sonst alles geändert hat.

Denn innen wartet eine Kombi aus kreativem Arbeitsbereich und besonderen Produkten in Wohnzimmeratmosphäre. „Concept-Store“ heißt diese Ladenart und Kilian taucht zuerst in die Grußkarten-Auswahl ab. „Bärige Weihnachten oder stilles Schneehasenglück“ lautet die Frage an Dagi, die aber im zweiten Raum verschwunden ist. Ihr Ruf „ein bisschen Wäsche ist noch da“ dringt zu uns rüber und bringt Dirndlpuppe Anni mit. Ein handgefertigtes karlmeise-Kind, das genau wie die Karten im Laden entsteht und ihr Gwand per Klettverschluss wechseln kann.

„Solo oder verheiratet“ fragt Kilian mit prüfendem Schleifenblick und Dagi dreht noch eine letzte Runde um den großen Stöbertisch.

karlmeise Concept Store | Mohrenplatz 5 | @karl_meise

Blumen Rosl

Ich brauche noch einen Kranz für meine Haustür, sagt Kilian beim Hinausgehen und erntet einen überraschten Blick. „Naja, sagt Mama …“ kommt dann raus und Dagi antwortet mit einem verständigen Grinsen: „da ist Blumen Rosl die erste Wahl“. Partenkirchen ist somit nächstes Ziel und nach dem kurzen Taschenwechsel beim Grasegger sind wir auf dem Weg. „Was ich bei Rosl so mag, ist, dass du wirklich frische Blumen kriegst, die einfach länger heben“ untermalt Dagi das grüne Vorhaben.

Vor Ort empfängt uns nicht nur herzerfreuende Floristenkunst, sondern auch das entzückende Lächeln der Inhaberin. Man hat das Gefühl, dass hier einfach alles zur heimischen Ge mütlichkeit beitragen kann und ist froh, dass Franziska beratend zur Seite steht. „Eine Kranzbestellung geht von einem Tag auf den anderen und auch in allen Farben“, sagt sie und fügt noch hinzu, dass ihr Team sehr vielseitig ist, „weil alle ihre eigenen Stärken haben und diese beim Binden einbringen.“ Also Kilian – grüner Kranz mit roten Beeren oder doch das große Herz? Hach. Schwer. Am Ende wird‘s der Kranz und Dagi trägt einen beerengespickten Strauß hinaus. Und großen Kaffeedurst dazu.

Blumen Rosl | Bahnhofstraße 6 | #blumenrosl

Wildkaffee

Wie gut, dass das Wildkaffee auf der anderen Straßenseite winkt und das Draußen-Bankerl wird auch gerade frei. Gedacht getan – für beide gibt’s „Bergsonne“ vor der Tür und in den Tassen. Ein echter Genussmoment. Der drinnen in die Verlängerung geht, weil wir in die Showrösterei dürfen und duftenden Kaffeesäcken gegenüberstehen. „Besonders ist, dass wir rohe Bohnen einkaufen und selber rösten“, erzählt Barista Elisabeth. Aber halt! Hohe Regale mit unterschiedlichsten Weinflaschen machen auch die andere Raumseite durchaus attraktiv. Es folgt ein spontaner Exkurs über neue unfiltrierte Weine, von denen zwei Flaschen mit in die Einkaufstasche dürfen.

Wildkaffee | Standort Showrösterei | Bahnhofstraße 8 | @wildkaffee

Buchhandlung Grafe & Unzer

Dazu noch ein Buch, das wär’s doch. In dem Fall liegt das Paradies schräg gegenüber und Dagi sagt, „dass man sich jetzt, wo es früher dunkel wird, noch häufiger zum Lesen zurückzieht.“ So dann. Auf in die Buchhandlung Gräfe & Unzer, die für alpine Lesekompetenz und eine liebevolle Auswahl jenseits der Bestsellervorgaben bekannt ist. Ein „Alpen Kochbuch“ spricht Kilian an und bringt persönliche Weihnachtsgedanken hervor. „Das Festtagsgericht ist bei uns gar nicht so fix. Aber jeder ist schee ozogn, Mama kocht immer super guad und man lässt sich wahnsinnig viel Zeit beim Essen. Und bei uns ist es auch so, dass im Vorfeld zamg’holfen wird, da macht jeder mit und sich Gedanken.“ Da passt eine neue Kochinspiration doch gut dazu und auch Dagi hat für ihre zunehmende Lesezeit schon Beute gemacht. Darunter ein paar aktuelle Favoriten von Inhaber Michl, wie zum Beispiel die Romane „Philosophie für Abenteurer“ und „Ich bleibe hier“.

Buchhandlung Gräfe & Unzer | Rathausplatz 15 | @buchhandlung.graefe.und.unzer

Töpferei Stephanie Borchardt

Hierbleiben wäre im Buchladen wirklich eine Option, aber Dagi und Kilian haben noch einen weiteren Stopp im Auge. Dafür geht es raus aus der Stadt und rein in die Gegend, wo das Haus von Stephanie Borchardt steht. Als wir dort ankommen, sind alle ein bisschen verzaubert. Von der uralten Buche, die zur Ruhe des Ortes passt und der Frau, die hinter der alten Werkstatttür ganz besondere Keramik fertigt. „Gerade für einen Barista-Weltmeister aus Bamberg“ erzählt sie und lässt den Blick über unzählige Rohlinge schweifen. Da fragt Dagi nach einer Vase für den erstandenen Amaryllis-Strauß und Stephanie zeigt ihr den neuen Ausstellungsraum nebenan. Das wird nicht einfach. Denn die Objekte sind zum Umfallen schön und vom Farbkonzept so, dass man alles auf dem Tisch miteinander mischen kann. Darum können auch meine jahrelangen Kunden ihr Geschirr immer wieder neu ergänzen“ so die Keramikmeisterin.

Die aktuelle Kollektion trägt frisches Grün sowie sanfte Kombinationen aus Rosé- und Blau-Tönen. Dagi ist bei Rosé und Stephanies handwerkliches Herz offenbart sich nochmal in der zögerlichen Art, die Vase endgültig aus der Hand zu geben. Schützend umhüllt und von Dagi umarmt, darf sie dann aber doch hinaus in die Welt.

Töpferei Stephanie Borchardt | Triftstraße 22 (nach Voranmeldung) | @keramik.borchardt